Das Echte
im Blick.
Marco Gressel betreibt seit 2022 das Deli Drei König in Lörrach, das sich als Treffpunkt für gute Produkte, unkomplizierte Küche und besondere Atmosphäre etabliert hat. Zuvor war er dort 12 Jahre Geschäftsführer bei Konrad Winzer, für den er einst schon im „Wilden Mann“ nebenbei arbeitete. Ursprünglich war er Mediengestalter, ehe er sich dafür entschieden hat, durch und durch Gastgeber zu sein.
Herr Gressel, Sie sind seit vielen Jahren das Gesicht des Deli Drei König. Wie kam es dazu?

Ich war von 2010 bis 2022 Geschäftsführer, und im August 2022 habe ich das Deli übernommen. Eines der Gesichter des Ladens war ich also schon seit einer Weile – und irgendwann war klar: Jetzt ist der Moment, diesen Schritt wirklich weiterzugehen.

Sie tragen seit frühester Kindheit eine Brille. Was steckt dahinter?

Ich habe seit meinem vierten Lebensjahr eine Brille. Im Kindergarten fiel auf, dass ich überall dagegen gelaufen bin. Später wurde klar: Ich sehe auf einem Auge nur sehr eingeschränkt, der Sehnerv lässt bestimmte Informationen nicht mehr richtig durch. Dreidimensionales Sehen funktioniert bei mir nicht.

Hat das Ihren Blick auf die Welt verändert?

Ich kenne es nicht anders. Aber ich habe gelernt, damit umzugehen. Ich bewege meinen Kopf anders, kompensiere vieles automatisch. Es ist faszinierend, wie sehr man sich anpasst, wenn man es von klein auf so erlebt.

Welche Rolle spielt die Brille heute für Sie?

Eine riesige. Sie ist nicht nur ein Hilfsmittel – sie ist auch Schutz und Teil meiner Identität. Ohne Brille würde ich mich nicht vollständig fühlen. Meine Familie findet mich ohne sogar richtig komisch.

Brille als Accessoire – ist das für Sie wichtig?

Absolut. Eine Brille ist für mich wie eine Uhr oder Schmuck. Sie gehört zu mir. Und ich trage lieber markante Modelle. Filigran kann ich mir kaum vorstellen.

Wie wählen Sie Ihre Brillen bei Zickenheiner Optik aus?

Christian Zickenheiner ist oft bei mir zum Mittagessen, wir kennen uns seit Jahrzehnten. Danach gehen wir gemeinsam in den Laden, ich probier Gestelle, man spricht darüber. Am Ende habe ich mich sogar für zwei sehr unterschiedliche Modelle entschieden – je nach Stimmung und Tätigkeit.

Sie arbeiten mit verschiedenen Brillen je nach Situation?

Ja. Beim Kochen trage ich lieber eine größere, bei der ich den Rahmen nicht sehe. Im Service mag ich eine markantere. Es ist wirklich abhängig davon, was ich gerade tue.

Was ist Ihnen bei Genuss und Küche wichtig – was sehen Sie gern auf dem Teller?

Ich liebe eine schnörkellose Küche. Ich möchte schmecken, was ich sehe. Wenn da Polenta ist, soll sie nach Polenta schmecken – nicht nach übertriebener Garnitur. Das Produkt steht im Mittelpunkt.

Sie sind eigentlich gelernter Mediengestalter. Wie wurden Sie Gastronom?

Ich habe früher viele Jahre nebenbei im Wilden Mann gearbeitet. Irgendwann war klar: Gastgeber sein erfüllt mich mehr, als am Bildschirm zu sitzen. Ob privat oder im Geschäft – Gastgeber bin ich immer.

„Ich liebe eine schnörkellose Küche. Ich möchte schmecken, was ich sehe. Wenn da Polenta ist, soll sie nach Polenta schmecken – nicht nach übertriebener Garnitur. Das Produkt steht im Mittelpunkt.“
Was macht für Sie ein gutes Deli aus?

Für mich bedeutet Deli: außergewöhnliche Produkte, die man nicht überall bekommt. Luftgetrocknetes Fleisch aus Norditalien, besondere Käseauswahl, Fondue nach Maß – nichts von der Stange. Qualität ist unser Aushängeschild.

Was verbindet Ihre Arbeit mit dem Thema Sehen?

Man sieht sofort, ob Menschen gern kommen: fast alle treten mit einem Lächeln ein. Und genau wie beim Sehen geht es auch im Genuss um Aufmerksamkeit: um das richtige Gefühl für das Wesentliche.

Warum passt Zickenheiner Optik zu Ihnen?

Weil dort Professionalität und Vertrauen zusammenkommen. Die Vermessung ist extrem präzise, man könnte sagen, fast wie beim Augenarzt. Und das Team ist seit Jahren dasselbe – das spricht für Qualität und Haltung.