Echter
Stil, wahre
Werte.
Gisela Stiel ist Unternehmerin und Gründerin des Lörracher Ladens „Stories“, der ausgewählte Designprodukte in einer kuratierten Auswahl verbindet. Mit dem Ort hat sie ein Konzept verwirklicht, an dem Einkaufen mehr ist als Konsum – viel mehr eine Entdeckungsreise durch Materialien, Marken und persönliche Geschichten.
Frau Stiel, Sie arbeiten täglich mit schönen Dingen. Was bedeutet gutes Sehen für Sie?

Gutes Sehen tut einfach jedem gut. Gerade wenn man mit Design, Materialien und Details arbeitet, ist es schön, wirklich scharf wahrnehmen zu können. Für mich ist das ganz neu – ich trage zum ersten Mal eine richtige Arbeitsplatzbrille.

Ihr Laden heißt „Stories“. Was steckt hinter diesem Namen?

Viele Produkte, die ich verkaufe, haben eine Geschichte. Die Keramik, die wir seit über zwanzig Jahren kennen. Die Menschen dahinter. Die Orte, aus denen sie kommen. Es sind nicht einfach Dinge – es sind kleine Erzählungen.

Sie kommen ursprünglich aus der Fotografie. Hat das Ihren Blick geprägt?

Sehr. Ich war viele Jahre Fotoagentin und war für große Werbeagenturen tätig, ich durfte in Hamburg und London arbeiten. Die richtige Bildauswahl ist immer auch eine Frage von Präzision und Geschmack. Das nehme ich bis heute mit.

Wie kam es zur Gründung Ihres Stores in Lörrach?

Es war vor 12 Jahren und es war ein Bauchgefühl. Ich hatte das Gefühl, hier fehlt etwas. Wir wurden immer auf unser Zuhause angesprochen – warum nicht diese Dinge nach außen tragen? Also habe ich einfach angefangen, das zu teilen, was ich selbst liebe.

Was muss ein Produkt haben, damit es es in Ihren Laden schafft?

Das kann ich gar nicht rational beantworten. Es muss mir einfach gefallen. Es kann auf die ungewöhnlichste Weise mein Herz begeistern – oder mein Auge. Vor allem möchte ich, dass die Produkte, obwohl sie von unterschiedlichen Lieferanten kommen, einen Flow haben, der sie verbindet.

Was bedeutet „Flow“ für Sie?

Dass die Produkte sozusagen ineinanderfließen. Obwohl sie von unterschiedlichen Lieferanten kommen, entsteht eine Harmonie: Farben, Materialien, Ästhetik. Ich bin manchmal sehr lange damit beschäftigt, alles so zu stellen, dass es für mein Auge passt.

Ihr Laden wirkt sehr klar und reduziert. Ist das Absicht?

Ja. Es ist aufgeräumt und minimalistisch. Keine Wuselstube, nichts Vollgerammeltes. Ich möchte, dass die Dinge wirken können – so wie man es aus guten Stores in Großstädten kennt.

Welche Rolle spielt Atmosphäre für Sie?

Eine große. Menschen kommen rein und sagen: „Hier riecht es so gut, hier ist es so ruhig.“ Das zeigt mir, dass der Raum etwas macht mit den Leuten.

Sie haben viele Schweizer Kundinnen und Kunden. Was bedeutet das für Lörrach?

Ohne die Schweiz wäre Lörrach anders. Ich sehe das positiv: Die Schweizer machen die Stadt auch lebendig. Und sie schätzen Qualität sehr.

Was verbindet Sie mit Zickenheiner Optik?

Wir bewegen uns auf einer ähnlichen Ebene des guten Geschmacks. Sie haben ebenfalls schöne Marken, eine tolle Auswahl – und vor allem eine große Professionalität.

„Viele Produkte, die ich verkaufe, haben eine Geschichte. Die Keramik, die wir seit über zwanzig Jahren kennen. Die Menschen dahinter. Die Orte, aus denen sie kommen. Es sind nicht einfach Dinge – es sind kleine Erzählungen.“
Was wünschen Sie sich, wenn Menschen Stories verlassen?

Dass sie Dinge entdecken, die sie nicht überall sehen. Dass sie ein Gefühl dafür bekommen, was Qualität sein kann – und dass sie etwas mitnehmen, das bleibt.